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Artenschutz

Landschaftspflege

Umweltbildung

 

 

Mähen mit der Sense im Kräutergarten


Unser NABU-Aktiver Klaus-Dieter Hoffmann bringt sich in die Kräutergartenpflege unseres Kräutergartens bei der Stadtkirche in Schwaigern besonders ein, aber nicht nur zum Mähen des dortigen Grasbereichs. Er hat mir, 1. Vorstand Martin Feucht, folgende Zeilen zur Veröffentlichung geschrieben:


Seit diesem Jahr (2015) mähe ich die Rasenflächen unseres NABU-Kräutergartens neben der Kirche nur noch zweimal im Jahr mit der Sense. Dies hat im Ort Erstaunen, aber vorwiegend freudige Zustimmung ausgelöst. Mein Freund Reinhart Boger erläutert mir die Feinheiten des Dengelns.

Klaus-Dieter Hoffmann, 74193 Schwaigern.

Anlage eines Kräutergartens

Unser NABU hat am 01.07.2012 den Kräutergarten südlich der Stadtkirche in Schwaigern feierlich eingeweiht. Bilder hierzu sind in der Bildergalerie enthalten.Bereits am 09.03.2012 hat die Stadt Schwaigern unserem NABU für diesen Kräutergarten den Umweltpreis der Stadt Schwaigern zuerkannt.

 


Kräutergarten-Anlage-Chronologie

 

Lage: südöstl. Wiesenbereich bei der Stadtkirche Schwaigern

Größe 19,60m x 5 - ca.8m.

 

  1. Die Idee für einen Kräutergarten hatte ich, Martin Feucht, schon lange. Die Möglichkeit zur Verwirklichung sah ich in dem früheren Pfarrgarten südlich der Stadtkirche Schwaigern. Den letzten Anstoß bei mir gab die Auflösung des wunderschönen Weltgartens des BUND bei der Ev. Kreuzkirche in Böckingen. Unserem NABU wurden hierzu einige Kräuter überlassen, die vorerst in meinem Hausgarten eingepflanzt wurden.

 

  1. Zum NABU-Monatstreff am 04.11.2009, 20Uhr in der Gaststätte Ochsen in habe ich mehrere Vereine, u. a. den BUND, den Kleingärtnerverein, Heimtatverein und den Schwäb. Albverein eingeladen. Denn zunächst schwebte mir eine Kooperation mit allen der Natur verbundenen hiesigen Vereinen vor.

 

  1. Der Evang. Kirchengemeinderat gab sein Einverständnis zur Errichtung des Kräutergartens. Für die Dachgebälkreparatur musste jedoch noch ein Gerüst aufgestellt werden. Für den Beginn für Arbeiten war deshalb das zeitige Frühjahr 2010 vorgesehen.

 

  1. Drei Verantwortliche für den Kräutergarten konnten gefunden werden:

 

a) Kilian, Rüdiger, Einsteinstr.4, 74211 Leingarten, T. 07131/401364, Ruediger_kilian@web.de

b) Eggermann, Doris, Massenbacher Str. 17, 74193 Schwaigern, T. 07138/1427, eggerfrau@t-online.de,

c) Schemp, Helga, Heuchelbergstr.17, 74193 Schwaigern-Stetten, T07138/6538, info@hundeschule-schemp.de.

 

Diese erarbeiteten einen Kräutergartenplan und eine Pflanzliste. Der Ausschuss des NABU stimmte den guten Plänen zu. Wir beschlossen, in eigener Verantwortung den Kräutergarten zu errichten, da es sich als fast unmöglich erwies, so viele Vereine zu koordinieren.

 

Es wurde dann ein Organisationsteam für den Kräutergarten bei der Stadtkirche Schwaigern gegründet und zwar sind zuständig:

 

a) für Planung und Einpflanzungen: Rüdiger Kilian, Doris Eggermann und Helga Schemp,

 

b) für Gießen: nur frisch eingesetzte Pflanzen, sowie Jäten entlang Buchs und Kirchenmauer: -wöchentlicher Wechsel-

 

Martin Feucht, Fritz Holl/Herbert Ohr, Hans-Peter Köpf, Theo Schwab, Gertrud Kaiser und Erich Sauer.

 

 

  1. Die Beseitigung der Holundersträucher usw. sowie des überall wuchernden Gierschs erfolgte im Frühjahr 2010. Die mächtigen Wurzeln konnten nicht ohne Bagger beseitigt werden. Die frühere Baumschule Schmalzhaf bei den Römerhöfen hat uns hier kostenlos geholfen, da der städt. Bauhof für uns nach Aussage unseres Bürgermeisters nicht ebenso zur Verfügung stand. Der Boden wurde mehrmals mit einer Fräse mehrmals von uns durchgearbeitet und anschließend Phaselis eingesät.

 

  1. 14.09.2010: Grobanlage des Kräutergartens mit Fräsen.

 

  1. 11.03.2011: Fräsen.

 

  1. 12.05.2011: Anbringung der Randsteine.

 

  1. 18.06.2011: Erstellen der Kräuterschnecke mit Sandsteinen von Erbgraf von Neipperg und Einpflanzungen.

 

  1. 09.03.2012: Verleihung des Umweltpreises der Stadt Schwaigern an den NABU für unseren Kräutergarten.

 

  1. 13.03.2012: Aufstellung der vier Sandsteinbänke durch die Firma Erich Frey aus Mühlbach.

 

  1. 10.04.2012: Aufstellung der Wildbienen-Nisthilfe.

 

  1. Juni 2012: Anbringung der Kräuterschilder, gefertigt durch Firma Eisele Blechbearbeitung in Schwaigern.

 

  1. Einweihung des Kräutergartens: 01.07.2012 um 15 Uhr als Beiprogramm zum Kaffee unter den Linden mit Fühlpark und 2 Kräuterführungen.

 

 


Rede zur Einweihung des Kräutergartens am 01.07.2012

 

Als 1. Vorstand unseres NABU Schwaigern und Umgebung heiße ich Sie alle sehr herzlich willkommen zur Einweihung unseres Kräutergartens.

Wir haben diesen heutigen Termin auf unser Fest „Cafe unter den Linden“ gelegt, da der Kräutergarten ja ursprünglich ein Pfarrgarten war und somit auch zur Kirche gehört.

Ich danke besonders meinen Mitstreitern unseres NABU, dass diese im November 2009 meine Idee zur Errichtung eines Kräutergartens so wohlwollend aufgenommen haben und natürlich auch unserem evangel. Kirchengemeinderat mit unserer Pfarrerschaft, dass sie es unserem NABU zugetraut haben, das unordentliche Grundstück in einen Hingucker und Hinriecher und ein Plätzchen zum Verweilen zu verzaubern.

Wenn man so etwas vorhat, sind Verantwortliche notwendig. Wir haben sie in Frau Doris Eggermann, Frau Helga Schemp und Herrn Dr. Rüdiger Kilian gefunden.

Ihr stimmiges Konzept hat uns alle überzeugt und was herausgekommen ist, können Sie heute selbst erleben.

Aufgegeben habe ich die Absicht, den Kräutergarten in einem Gemeinschaftsprojekt aller naturverbundenen Vereine vor Ort zu errichten und zu führen.

Der Weg bis heute war mit viel Arbeit und auch dem Einsatz von Geld verbunden. Die Errichtung des Kräutergartens wurde uns sehr erleichtert durch eine großzügige Spende eines Schwaigerner Ehepaares.

Erst nachdem die Gebälkarbeiten am Kirchendach abgeschlossen und alle Außengerüste wieder entfernt waren, konnten wir mit der Anlage beginnen.

Zuerst galt es die großen Sträucher und den sonstigen Aufwuchs zu befreien. Einen ganzen Anhänger voll haben wir mit Mithilfe der früh. Baumschule Schmalzhaf mit einem Bagger entfernt. Sie hat uns kostenlos unterstützt, nachdem die Anfrage bei unserem Bürgermeister Johannes Hauser hierfür negativ verlief. Um den überall mächtig wuchernden Giersch zu beseitigen, haben wir den Boden mehrmals gefräst und anschließend mit Phaselis eingesäht.

Der Kirchengemeinderat hatte zur sicheren Ableitung des Oberflächenwassers u. a. beschlossen, die bisher aus Porphyrsteinen bestehende Einfassung an den Wänden der Kirche im östl. Bereich zu entfernen und durch eine geschlossene, das Wasser abweisende Steinumrandung zu ersetzen. Da für die Einfassung des Kräutergartens auch Steine notwendig waren, haben wir diese Steine selbst ausgegraben und damit sogar der Kirche Kosten für die Entsorgung erspart. Glücklicherweise haben diese Steine gerade für unsere Einfassung ausgereicht.

Mit den uns von Erbgraf Karl-Eugen von Neipperg geschenkten Sandsteinen erstellten wir am 18.06.2011 eine Kräuterschnecke und konnten im Frühsommer 2011 endlich mit Einpflanzungen beginnen.

Einige Pflanzen stammen noch vom BUND-Weltgarten bei der Ev. Kirchengemeinde Kreuzgrund in Böckingen. Die Firma Schilling schloss uns unser Regenwasserfass an, damit wir unabhängig vom Wasser der Kirche wurden.

Ein siebenköpfiges Helfergespann sorgt schon seit letztem Jahr für das Jäten und Mähen und die beiden Damen unseres Kräutergartenverantwortlichen pflanzen neue Kräuter ein und kümmern sich um die ganzen Pflanzen des Gartens.

Den Stadträten war unser Kräutergarten auch aufgefallen und die Stadt Schwaigern hat unserem NABU für unseren noch nicht fertigen Kräutergarten am 09.03.2012 beim Tag des Ehrenamtes den Umweltpreis der Stadt Schwaigern verliehen.

Die 4 von der Firma Erich Frey aus Mühlbach am 13.03.2012 aufgestellten Sandsteinsitzbänke laden zum Verweilen im Kräutergarten ein.

Die von unserem NABU-Mitglied Theo Schwab vorschriftsmäßig gebaute Wildbienen-Nisthilfe wurde von uns am 10.04.2012 aufgestellt.

Letztendlich haben Doris Eggermann und Helga Schemp vor einigen Tagen die von der Firma Eisele erstellten Kräuterschilder angebracht, nachdem ich diese geschrieben und laminiert hatte.

Erfreut hat uns auch, dass das Evang. Gemeindeblatt auf unseren Kräutergarten aufmerksam wurde und einen Beitrag dort bringen wird.

 

Unser Zielist es, dass unser Kräutergarten von unseren Schulen und Kindergärten genutzt wird und auch unsere heimische Gastronomie unsere Kräuter nachhaltig für Speisen verwendet.

Das Wichtigste ist für uns aber, dass unsere ganze Einwohnerschaft sich an unserem Kräutergarten erfreuen kann.

 

Wir vom NABU Schwaigern u.U. sind bemüht, solange es die Kirchengemeinde erlaubt, den Kräutergarten zur Freude und Muse und besserem Kennenlernen der Kräuter weiterzuführen.

 

Anschließend können Sie an einer Kräuterführung durch unsere Kräuterfrau Doris Eggermann teilnehmen. Sie wird in ca. 1 Stunde eine weitere Führung anbieten.

 

Ich danke Ihnen allen sehr herzlich fürs Zuhören und wünsche Ihnen hier und beim Lindenkaffee einen schönen Nachmittag.

 

 

 

 

 

Die Leitung des Kräutergartens hat seit 2016 unsere Kräuterpädagogin Silvia Heider. Sie wird tatkräftig unterstützt von Dieter Hoffmann.

Immer wenn im Kräutergarten größere Arbeiten anstehen, stehen diesen weitere NABU-Aktive zur Seite. Wenn möglich, wird im Amtsblatt zur Mithilfe aufgerufen.

Zu unseren Projekten gehören:

 

Artenschutz

Landschaftspflege

Umweltbildung

Kräutergartenpflege

 

 

Plakette "Schwalbenfreundliches Haus"
Plakette "Schwalbenfreundliches Haus"

Unter dem Motto "Schwalbenfreundliches Haus" möchte der NABU Baden-Württemberg dem weiteren Verschwinden von Schwalben entgegenwirken. Hierzu erheht deshalb der Aufruf an die gesamte Bevölkerung der Gemeinden unseres Einzugsgebietes, somit von Schwaigern, Leingarten, Gemmingen und Massenbachhausen, uns unter Telefon 07138/5099 oder /7556 oder mittels E-Mail an martin.feucht@t-online.de oder h.ohr@gmx.de mitzuteilen, wo Mehlschwalbennester (Natur- oder Kunstnester) angebracht und welche davon auch besetzt sind. Bitte teilen Sie uns dies auch zu Rauchschwalben mit. Parallel dazu werden wir dieses Jahr vom Verein aus mit der Kartierung beginnen. Wir wollen diese Zählung so ausführen, dass jedes Gebäude mit mit der Anzahl der Natur- und Kunstnestern und deren Belegung erfasst wird und auch in gewissen Zeitabständen wieder erfasst wird.

Helfen Sie bitte durch Anlage von Lehmpfützen dazu mit, dass die Schwalben genügend Nestmaterial vorfinden. Da sich in Misthaufen Fliegen entwickeln, sind diese als Futterquelle für Schwalben lebensnotwendig. Wer bereit ist, Mehlschwalbenknstnester des NABU an seinem Haus anzubringen, möchte sich bei uns melden. Wir bringen dann auch noch die neben abgebildete Plakette am Haus an. Sie können von uns auch einen DIN-A-5 Zettel zur Bewerbung um die Plakette "schwalbenfreundliches Haus" auf Anforderung erhalten.

Bisher haben wir bei Mechthilde Hofmann am Gebäude Frizstraße 30 in Schwaigern, Marianne Kleinknecht in Schwaigern, Silcherstr. 13 und Josef und Else Schultz in Gemmingen-Stebbach, Hebelstr. 3 schon Plaketten angebracht.

Weitere Anbringungen folgen noch.

Auf unsere Schwalbenzählaktion verweise ich bei den Mittmach-Aktionen.

 

 

Unkrautbekämpfung und Einsaat im Kräutergarten
Unkrautbekämpfung und Einsaat im Kräutergarten
Preisverleihung Quelle: Heilbronner Stimme Elke Khattab
Preisverleihung Quelle: Heilbronner Stimme Elke Khattab

 

 

Im Tag des Ehrenamtes der Stadt Schwaigern am 09. März 2012 wurde unserem NABU Schwaigern und Umgebung der Umweltpreis der Stadt Schwaigern für die Einrichtung des Kräutergartens südlich der Evangelischen Stadtkirche Schwaigern verliehen. Wir haben uns darüber sehr gefreut. Wir sehen dies auch als Verpflichtung an, den Kräutergarten noch bis zur Einweihung am 01.07.2012 um 15 Uhr für unsere Bevölkerung, vor allem auch Schülern und Kindergartenkindern, noch schöner herzurichten. Am 13.03.2012 hat die Steinmetzfirma Frey aus Eppingen-Mühlbach vier zur Kirche wunderbar passende Sandsteinbänke aufgestellt. Unser Kräutergartenteam um Doris Eggermann, Helga Schemp und Dr. Rüdiger Kilian wird mit weiteren 5 Freiwilligen im wöchendlichen Wechsel das Jäten und Gießen vornehmen.

Beitrag in der Heilbronner Stimme
Beitrag in der Heilbronner Stimme